PassivhaustechnikVerluste minimieren - Gewinne optimierenPassivhäuser sind Häuser ohne Heizung. Diese Behauptung, die man derzeit oft zu Ohren bekommt, erscheint den meisten Menschen wirklich unglaublich und erzeugt auch allgemeine Skepsis gegen das Passivhaus.Angesichts solcher Aussagen ist diese Skepsis auch berechtigt. Jedes Gebäude gibt bei Kälte Energie nach außen ab, die dann in Form einer Beheizung wieder zugeführt werden muss.Es gibt also keine Häuser ohne Heizung. Auch unglaublich aber wahr ist die Tatsache, dass ein Passivhaus, im Vergleich zu konventionellen Gebäuden, beinahe ohne Mehrkosten zu verursachen die Betriebskosten auf ein Zehntel reduziert und gleichzeitig das Wohnklima und den Komfort enorm steigert.Ein Haus kühlt nur soweit aus, wie es Wärme nach außen verliert und diese Wärme nicht durch Energiegewinne von inneren Wärmequellen (Bewohner, Beleuchtung, Haushaltsgeräte . . .) und durch solare Einstrahlung nachgeliefert wird.Beim Passivhaus werden die Verluste soweit minimiert, dass sie durch die optimierten Gewinne beinahe aufgewogen werden. Der Restheizenergiebedarf liegt unter 15 kWh/m²a (d. h. 1,5l Heizöl pro m² pro Jahr). Auf eine herkömmliche Heizungsanlage kann daher gänzlich verzichtet werden.Das Grundstück - das GebäudeDas Grundstück muss eine Südorientierung des Gebäudes zulassen.Abweichungen von 15°-20° sind möglich, müssen aber bei derGebäudekonzeption berücksichtigt werden. Eine Verschattung derSüdfassade durch Bäume oder Bauwerke darf im Winter nicht erfolgen.Das Gebäude selbst sollte möglichst kompakt gebaut werden. DasVerhältnis der Gebäudehülle zum Volumen ist ein ganz wesentlicherFaktor für das Passivhauskonzept. Kühlrippen (Erker, Balkone, Vor- undRücksprünge in der Fassade) und abschattende Bauteile solltenvermieden werden.Mit einer Untersuchung anhand des Sonnenstandsdiagramms kann einemögliche Verschattung schon in der Planungsphase festgestellt werden.Wärmeschutz - WärmebrückenWas den Wärmeschutz betrifft, ist das freistehende Haus der schlechteste Fall von allen. Der Wärmeschutz der Hülle eines Passivhauses hat daher höchste Bedeutung für den verbleibenden Heizwärmebedarf.Dieser Wärmeschutz muss höchste Qualität haben, rundum das gesamte Gebäude einpacken, geschlossen und ohne Unterbrechung sein. Der beste Wärmeschutz ist natürlich, wenn durch kompaktes Bauen möglichst wenig Außenfläche zur Wärmeabgabe besteht.Wärmebrücken von durchdringenden Bauteilen müssen soweit wie möglich vermieden werden (z.B. auskragende Balkonplatte). Aus unserer Erfahrung sind für die Außenbauteile nachstehende U-Werte zu empfehlen:Dach 0,10 W/m²K,Wand 0,15 W/m²K,Kellerdecke 0,20 W/m²K,Fenster 0,80 W/m²K.Luftdichtes BauenWenn der Sturm durchs Haus tobt ...Wenn's durch alle Ritzen zieht, dann ist klar: Das Haus ist undicht. Und das kostet Energie. Doch auch wenn der Luftzug nicht sofort spürbar ist, haben viele Häuser verborgene Lecks.Mit einer Luftdichtigkeitsmessung lassen sich die aufspüren.Luftdichtes Bauen ist nicht nur ein Thema für das Passivhaus. Gebäude, die nicht luftdicht gebaut werden, verbergen vorprogrammierte Bauschäden. Warme, feuchte Raumluft kühlt sich auf dem Weg durch die Fuge ab und es kommt zur Tauwasserbildung. Die Folgen sind Fäulnis- und Schimmelpilzbildung innerhalb der Konstruktion.Weiters lässt sich die Fugenlüftung nicht kontrollieren. Der Luftaustausch ändert sich nämlich mit dem Winddruck und dem Temperaturauftrieb in einem extrem weiten Bereich. Selbst bei sehr undichten Gebäuden, in denen es bei mäßigem Wind bereits beträchtlich zieht, ist in windstillen, milden Wetterperioden der Luftaustausch unzureichend. Da Fugen nichts nützen, aber viel schaden, sollten schon „normale“ Gebäudehüllen dicht sein.In Passivhäusern muss die Dichtheit aber perfekt sein! Zum einen hat die Wärmedämmung nur ihre volle Funktion, wenn sie nicht mit Luft durch- oder hinterspült, oder gar durchfeuchtet wird, zum anderen würde „Fremdluft“ den Betrieb der Lüftungsanlage stören und die Wirksamkeit der Wärmerückgewinnung beträchtlich reduzieren.Die Dichtheit des Gebäudes wird beim sogenannten Blower-Door-Test geprüft. Bei einem Druckunterschied von 50PA soll die Luftwechselrate pro Stunde nicht wesentlich höher als 0,6 sein.Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (Komfortlüftung)Immer mehr Wohnhäuser werden heute mit Lüftungsanlagen ausgestattet. Permanente lautlose Frischluftzufuhr ohne Zugerscheinung, ohne Austrocknung der Luft und ohne konvektionsbedingte Staubbelastung erhöhen den Wohnkomfort erheblich. Allergiker können auf Wunsch Pollenschutzfilter einbauen.Beim Passivhaus kann so eine Anlage, kombiniert mit einem Erdreichwärmetauscher und einem Gegenstromwärmetauscher im Lüftungsgerät (Rückwärmezahl mind. 80%), auch für die Beheizung und Wärmeverteilung im Gebäude dienen. Die Luft wird dabei von außen angesaugt und durch Rohrleitungen im Erdreich vorgewärmt. Im Lüftungsgerät durchströmt die Zuluft den Gegenstromwärmetauscher und übernimmt dabei die Energie der Abluft. Die Luft strömt in die Wohn- bzw. Aufenthaltsräume ein und wird in den Nutzräumen (Bad, WC, Wirtschaftsraum) wieder abgesaugt. Die mechanische Lüftung kann übrigens im Sommer zur Kühlung verwendet werden. Die im Erdreich abgekühlte Luft umgeht den Wärmetauscher und sorgt somit für behagliches Klima auch an heißen Sommertagen!Mehr unter: www.komfortlüftung.at Der RestheizenergiebedarfEin Passivhaus kommt fast ohne Heizung aus. Ein Restwärmebedarf muss jedoch abgedeckt werden. Beim Passivhaus liegt die Heizlast bei 10 Watt/m². Für ein Haus mit 150 m² Wohnnutzfläche ergibt das eine Heizlast von 1500 Watt. Diese 1500 Watt können bei gleich bleibendem Luftaustausch durch Erhöhung der Zulufttemperatur über das Lüftungssystem transportiert werden.Für die Nacherwärmung der Zuluft gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei den von uns geplanten Passivhäusern kommen vorwiegend Lüftungskompaktgeräte mit integrierten Kleinstwärmepumpen zur Anwendung. Diese Wärmepumpen entziehen der Abluft nach dem Wärmetauscher nochmals Energie und sorgen für die notwendige Erwärmung der Zuluft und auch für ein höchstes Maß an Komfort. Wie jede moderne Heizungsanlage sind sie mit einem Raumthermostat ausgestattet und werden von dort aus gesteuert (Wochenprogramm, Sommerbetrieb, Erhöhung/Absenkung der Lüftungsrate . . .).Die Alternative: Der Pelletsofen:Vom neuen Denken.In einer Zeit schwindender Ressourcen und wachsender Umweltbelastung ist es in der Verantwortung aller, sich für neue und intelligente Energiekonzepte einzusetzen. Dass der bewusste Umgang mit Energie nicht gleichzeitig ein Verlust an Komfort und Lebensqualität bedeutet, beweist schon heute ein neues und wegweisendes Prinzip: Wodtke Primärofen-Technik - die Zukunftswärme.Ein Kilogramm Pellets entspricht dem selben Energiegehalt wie 1,5 kg geschlagenes Buchenholz oder 0,5 l Heizöl, und dies mit dem Vorteil einer CO2-neutralen Verbrennung.Mehr Info dazu unter www.wodtke.comDie Grundprinzipien des Passivhauses: Gewinne maximieren - Verluste minimieren". Gewährleistet wird dies unter Berücksichtigung der folgenden Hauptprinzipen nach denen ein Passivhaus funktioniert.Die Pionierphase ist vorbei. Heute sind Passivhäuser Standard und die eingesetzten Produkte ausgereift.